Strafrecht / Ordnungswidrigkeitenrecht

Sofern Sie wegen einer Straftat bezichtigt werden, empfiehlt es sich vor der Einschaltung eines anwaltlichen Vertreters zunächst keine über die Pflichtangaben (Personalien) hinausgehenden Angaben bei der Polizei zu machen.

Zwar ist die Polizei grundsätzlich gehalten nicht nur belastende, sondern auch entlastende Umstände zu ermitteln, jedoch steht in der Praxis regelmäßig die Ermittlung belastender Umstände im Vordergrund.
Deshalb sollten Sie zunächst von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Aufgrund dieses Aussageverweigerungsrechts sind Sie weder verpflichtet Angaben zur Sache mitzuteilen, noch einer entsprechenden Vorladung der Polizei zur Beschuldigtenvernehmung Folge zu leisten.
Die Entscheidung, ob, inwieweit und in welchem Verfahrensstadium Angaben zur Sache gemacht werden sollen, sollte erst nach Kenntnis des Akteninhaltes erfolgen.

Die Akteneinsicht erhalten Sie ausschließlich über den Anwalt.

Wie im Allgemeinen empfiehlt sich auch im Strafrecht die möglichst frühzeitige Einschaltung eines anwaltlichen Vertreters, da bereits vor Durchführung des so genannten Hauptverfahrens diverse Möglichkeiten bestehen, eine Einstellung zu erreichen.